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Was ist ein Assistenzhund?

Assistenzhunde sind Hunde, welche Menschen mit Beeinträchtigung in ihrer Mobilität, ihrem Sehen und Hören unterstützen.

Wer bekommt einen Assistenzhund?

Einen Assistenzhund bekommen Menschen, welche auch Inhaber eines Behindertenpasses sind. Nach einer positiv absolvierten Teamprüfung am Messerli Institut der Veterinärmedizinischen Universität Wien, wird der staatlich anerkannte Assistenzhund in den Behindertenpass eingetragen und gilt damit als Hilfsmittel.    

Welche Assistenzhunde gibt es?

Es gibt drei Gruppen von Assistenzhunden:

Blindenführhunde

Blindenführhunde haben die Aufgabe, ihren Menschen stets ruhig, souverän und sicher im Straßenverkehr an ihr Ziel zu bringen. Dabei müssen Blindenführhunde Hindernisse (Baustellen, Höhenhindernisse, Menschen…uvm) erkennen und dies dem blinden Menschen anzeigen und/ oder umgehen.

Eine der wichtigsten Aufgaben ist es, vor Bahnsteigen oder Rolltreppen stehen zu bleiben und das gegebene Kommando „geh weiter“ zu verweigern, um so die Sicherheit des Blinden zu gewährleisten.

Neben diesen Tätigkeiten findet ein dafür ausgebildeter Blindenführhund auch Sitzgelegenheiten, Ampeln, Eingänge und Ausgänge, Zebrastreifen und Treppen.

Rollstuhl-Assistenzhunde

Rollstuhl-Assistenzhunde - oder fachlich Servicehunde genannt - sind speziell ausgebildete Hunde, die ihren Menschen im Rollstuhl eine große Hilfe im Alltag sind und ihnen dadurch mehr Unabhängigkeit und Selbstständigkeit ermöglichen. Diese Hunde haben gelernt neben dem Rollstuhl zu laufen, heruntergefallene Dinge aufzuheben und zurückzubringen, Türen zu öffnen und schließen, Lichtschalter zu betätigen, Handy und Medikamente zu bringen, Aufzugsknöpfe zu betätigen uvw.

Nachdem Menschen im Rollstuhl auf vielfacher Weise beeinträchtigt sein können, kann auch die Ausbildung zum Servicehund stark variieren.

Viele dieser Hunde helfen auch beim Anziehen und Ausziehen von Jacken, Hauben und Socken oder beim Waschmaschine ausräumen.

Signalhunde

Signalhunde sind Hunde, welche gehörlose Menschen im Alltag vor vielerlei Geräusche aufmerksam machen. Dabei zeigen diese Hunde Türklingeln, den Feuermelder, das Handyläuten, Babyweinen, Sirenen oder Namensrufe ihrer Menschen an.

Als Signalhunde werden auch Hunde bezeichnet, welche Menschen mit chronischen Stoffwechselerkrankungen z.b.: Diabetes, Epilepsie, Autismus unterstützen und Stoffwechsel -Entgleisungen wahrnehmen, anzeigen und Hilfe holen.

Ein weiterer Signalhund ist der PTBS Hund (Posttraumatische Belastungsstörung), welcher seinen Menschen dabei unterstützt, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten, Sicherheit zu geben und durch Körperkontakt, blocken, Medikamente holen, seinen Menschen aus Flashbacks, Dissoziationen und Panikattacken heraus zu helfen.

Welche Rassen sind dafür geeignet?                  

Unsere Reha Hundeschule bildet vor allem Labrador Retriever, Curly coated Retriever, Flat coated Retriever, Großpudel, Kurzhaarcollies und Langhaarcollies aus.

Aber auch Mischlinge und andere Rassen, welche sich wesensmäßig eignen und die erforderlichen Gesundheitstest bestehen, können Assistenzhunde werden.

Welche Eigenschaften besitzen Assistenzhunde?

Assistenzhunde müssen ein freundliches, souveränes und ausgeglichenes Wesen mitbringen. Durch ihre schweren Aufgaben und ihr eigenständiges Handeln, sollten Assistenzhunde in der Lage sein selbstständig zu agieren und Situationen richtig einzuschätzen.

Aggressive und wesensschwache Hunde werden in der Assistenzhundeausbildung nicht geduldet.

Was kostet ein Assistenzhund?

Assistenzhunde kosten im Durchschnitt zwischen 20 000 und 38 000 Euro. Ein großer Teil der Kosten für einen Blindenführhund werden vom Sozialministerium übernommen. Signalhunde und Servicehunde werden durch Sponsoren und Spenden finanziert.